DISCOVERY

Produktionssysteme

Die Kaffees dieses Monats veranschaulichen die sehr unterschiedlichen Arten, wie Kaffee im gesamten Kaffeegürtel produziert werden kann. Die Produzenten der Chargen dieses Monats haben verschiedene Ziele, die zu sehr unterschiedlichen Produktionsmethoden und damit auch zu unterschiedlichen Tassenprofilen führen.

Die Finca Santa Rosa ist ein Projekt von Raul Rivera in der Region Chalatenango, das in El Salvador gelegen ist und zielt darauf ab, unterschiedliche Mikrolots von höchster Qualität zu produzieren. Raul hat eine Obsession in Bezug auf die Qualität und hält deswegen jede Tagespartie voneinander getrennt, um daraus die besten Partien finden zu können und um diese bei verschiedenen Rohkaffeewettbewerben anzumelden.

Mococa ist ein Projekt des renommierten brasilianischen Herstellers Fazenda Ambiental Fortaleza, das die Arbeit von 50 Produzenten vereint, die sich an dessen Qualitäts- und Umweltstandards orientieren. Diese viel größere Charge erreicht vielleicht nicht die Höhen der Top-Nano-Chargen wie bei der Finca Santa Rosa, bietet aber dafür ein weitaus zugänglicheres und konsistentes Produkt an.

Honey Pacamara

Finca Santa Rosa

Wir kaufen nun schon das vierte Jahr Kaffee von Jorge Raul Rivera. Raul ist ein Kaffeeproduzent der zweiten Generation und lebt in der Nähe der Stadt La Palma im äußersten Nordwesten von El Salvador, nahe der Grenze zu Honduras. Seine Farm, die Finca Santa Rosa, liegt nicht weit von La Palma entfernt, auf etwa 1550 m ü. M. an den Hängen von El Pital, dem höchsten Punkt El Salvadors. Die Farm ist hauptsächlich mit der berühmten salvadorianischen Sorte Pacamara bepflanzt und hat in den letzten Jahren einige der hochwertigsten und innovativsten Kaffees des Landes hervorgebracht.

Jorge Raul Rivera Sr. begann 1979 in der Region um La Palma mit dem Anbau von Kaffee, hauptsächlich von minderer Qualität. Das war zu Beginn des brutalen Bürgerkriegs in El Salvador, in der viele ihr Land verließen, es billig verkauften und ins benachbarte Honduras flohen. Raul Sr. nutzte dieses Geschehen aus, kaufte günstig einige der Grundstücke und begann mit seinem Kaffeeanbau. Er war einer der ersten, der in der Gegend Kaffee anbaute, und einer der wenigen, die während des Krieges auch dort blieben. Als sich El Salvador nach dem Krieg wiederzubesiedeln begann, kauften die Riveras jenes Land, aus dem einmal die Finca Santa Rosa werden sollte, und begannen nach Kriegsende und mit der Unterstützung von Regierungssubventionen, Holz anzubauen. Doch 2003 kam der Cup of Excellence nach El Salvador, eine große Darstellung für die ersten Kaffeespezialitäten der Produzenten.

Honey Pacamara

Cup of Excellence

Die Riveras sahen eine hervorragende Gelegenheit, in den Markt für hochwertigen Kaffee einzusteigen. Zudem erkannten sie, dass die Bedingungen auf der Finca Santa Rosa perfekt waren. Die Familie wusste, dass sie bei den Cup of Excellence-Auktionen hohe Preise erzielen konnte, wenn sie nur Mikropartien von ausreichend hoher Qualität produzieren konnte. Denn dies würde ihre Farm sehr profitabel machen. Deshalb pflanzten sie auf ihrer Farm Pacamara an, das für seine hochwertigen Tassen bekannt ist, und machten sich fortan auf den Weg, um den Cup of Excellence zu gewinnen. Jahrelange Arbeit hat zu drei Siegen geführt, nämlich in den Jahren 2014, 2017 und 2019. Allesamt mit ihrem mit Honig verarbeiteten Pacamara. Die Kiefern aus den alten Holzplantagen sind als Schattenspender für den Kaffee erhalten geblieben und erinnern uns bei unseren Besuchen immer an einen dänischen Kiefernwald.

Ein Besuch bei Raul ist immer ein wahres Vergnügen. Denn er ist ein leidenschaftlicher und professioneller Kaffeeproduzent, dessen Enthusiasmus ansteckend ist. Manchmal fällt es schwer, die Finca Santa Rosa zu verlassen, da Raul immer bereit ist, sein Wissen und seine Erfahrung zu teilen. Der Stolz, den er auf jedes einzelne Detail der Farm und jeden Schritt des Prozesses legt, ist unverkennbar. Genau dies schlägt sich in den unglaublich hochwertigen Kaffeepartien nieder, die er produzieren kann. Während unseres Besuchs im März 2020 konnten wir auch Rauls kleines Cupping-Labor in San Salvador besuchen und einige der wirklich besonderen Partien probieren, die er für den Cup of Excellence einreichen wollte.

Dieser Honig-Pacamara wird für uns hier bei La Cabra immer mehr zu einem besonderen Kaffee. Die blumigen Noten des Pacamara schimmern deutlich durch den zuckersüßen Charakter, der durch den Honigprozess entsteht, und werden durch eine knackige Blutorangenfrische verbunden.

Natural Yellow Bourbon

Fazenda Ambiental Fortaleza

Diese Charge entstand mit Unterstützung der bekannten brasilianischen Produktionsgruppe Fazenda Ambiental Fortaleza, oder auch FAF genannt. FAF nimmt die Nachhaltigkeit auf den eigenen Farmen besonders ernst. Dies spiegelt sich auch beim Einkauf von Kaffees aus benachbarten Farmen wider. Denn es gibt mehrere Kriterien, die diese Farmen erfüllen müssen, bevor sie von der FAF überhaupt berücksichtigt werden können. Eines der Kriterien ist das übergeordnete Thema, im Einklang mit der Natur zu arbeiten, um einen möglichst hochqualitativen Kaffee herstellen zu können. Dies war nicht einfach in Brasilien, das ansonsten für seine ziemlich intensive Landwirtschaft bekannt ist. Diese Effizienz zu opfern, nur um die Qualität und Umweltverantwortung zu nachverfolgen zu können, wird von der Mehrheit der Agrarunternehmen viel mehr als Kompromiss angesehen. Dennoch hat FAF 50 seiner Produzenten davon überzeugt, ein wichtiger Bestandteil dieses Programms zu sein, das als Bobolink bekannt ist.

Natural Yellow Bourbon

Mococa

Diese Produzenten aus der gesamten Mococa-Region betreiben alle eine Polykultur-Landwirtschaft. Allesamt haben sie einheimische Schattenbäume entweder selbst gepflanzt oder erhalten. Hinzu bauen Nebenkulturen wie unter anderem Weizen, Obst oder Gemüse an. Viele dieser angebauten Nebenkulturen binden den Stickstoff im Erdreich, was der Kaffee-Ernte ohne chemische Zusätze nur zugutekommt. Es gibt eine allgemeine Abneigung gegen chemische Düngemittel und Pestizide, und obwohl sie gelegentlich bei schweren Krankheiten oder Pilzinfektionen in der Kaffee-Ernte eingesetzt werden, ist dies im Vergleich zur gesamten brasilianischen Kaffeeproduktion verschwindend gering. All dies zusammen verschafft einen wilden und natürlichen Lebensraum für einheimische Wildtiere, insbesondere die der Vögel aufgrund der schattenreichen Bäume. Daraus leitet sich auch der Name des Projekts ab, der portugiesische Name für die in der Region heimische „New World Blackbird“ – Bobolink.

Diese Produzenten aus der gesamten Mococa-Region betreiben alle eine Polykultur-Landwirtschaft. Allesamt haben sie einheimische Schattenbäume entweder selbst gepflanzt oder erhalten. Hinzu bauen Nebenkulturen wie unter anderem Weizen, Obst oder Gemüse an. Viele dieser angebauten Nebenkulturen binden den Stickstoff im Erdreich, was der Kaffee-Ernte ohne chemische Zusätze nur zugutekommt. Es gibt eine allgemeine Abneigung gegen chemische Düngemittel und Pestizide, und obwohl sie gelegentlich bei schweren Krankheiten oder Pilzinfektionen in der Kaffee-Ernte eingesetzt werden, ist dies im Vergleich zur gesamten brasilianischen Kaffeeproduktion verschwindend gering. All dies zusammen verschafft einen wilden und natürlichen Lebensraum für einheimische Wildtiere, insbesondere die der Vögel aufgrund der schattenreichen Bäume. Daraus leitet sich auch der Name des Projekts ab, der portugiesische Name für die in der Region heimische „New World Blackbird“ – Bobolink.

DISCOVERY

Das Beste aus zwei Welten

Während unserer langjährigen Tätigkeit in der Kaffeeindustrie haben wir unzählige Produktionsmethoden auf vielen verschiedenen Farmen und in vielen Herkunftsländern kennengelernt. Es gibt viele Möglichkeiten, um hochwertigen Kaffee zu produzieren, die von den Hyper-Boutique-Partien stammen und von einem Cup of Excellence-Gewinner wie Raul Rivera kreiert werden. Bis hin zu den großen, konsistenten und wohl komponierten Partien, die wir bei Unternehmen wie FAF in Brasilien sehen. Beide Kaffees in diesem Monat sind hervorragende Beispiele dafür, von den wohligen und süßen Schokoladennoten des Mococa bis hin zu der wilden und intensiven Blutorangenfrische des Honig-Pacamara von Raul Rivera.

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